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Pumpspeicherwerk Goldisthal im oberen Schwarzatal

Wandertag
Dienstag, 02. November 2004
Treffpunkt
Parkplatz Autohof A4 und Burgerking
Treffzeit
um 09:30 Uhr
Abfahrt
um 09:30 Uhr
Fahrstrecke Hinfahrt
Gotha – A4 – Erfurter Kreuz – A71 – Ilmenau Ost – Langewiesen – Gehren – Großbreitenbach – Oelze – Goldisthal
Wanderroute
Kaverne des Pumpspeicherwerkes Goldisthal / Wege am Oberbecken
Länge
2 km
Fahrstrecke Rückfahrt
Goldisthal – Oberbecken – Scheibe-Alsbach – Neuhaus – Oberweißbach – Sitzendorf – Königssee - Gehren – Langewiesen – Ilmenau Ost – A71 – A4 – Gotha
Ankunft
um 17:30 Uhr
Mitgewandert
Manfred Bätz | Peter Oertel | Horst Hahn | Gustav Adolf Nottelmann | Waldemar Ortlepp | Winfried winfried@kleeberg.email | Siegfried Urban
Mittagessen
Gasthaus "Oberes Schwarzatal"
Wetter
Überwiegend Nebel, windstill, keine Sicht, um 10° C
Bericht
Winfried winfried@kleeberg.email
Am 18. Juli 2004 per email mit Herrn Schubert vom PSW Goldisthal langfristig vereinbart, erleben wir heute den absoluten Höhepunkt des Wanderjahres 2004. Wir haben die Gelegenheit, das neu erbaute Pumpspeicherwerk Goldisthal unter fachkundiger Führung zu besichtigen. Mit drei PKW, Manfred B. aus Gotha, Gustl N. aus Georgenthal mit Schwiegersohn Volker S. und Horst H. mit seinem Schwager Jürgen W. aus Weimar, erreichen wir kurz vor 11 Uhr den Parkplatz an der Alten Schule in Goldisthal. Bis zum Beginn des Vortrages und der Führung ist noch genügend Zeit zum Mittagessen im nahe gelegenen Gasthaus "Oberes Schwarzatal". Kurz vor halb eins finden wir uns dann in der Alten Schule ein, wo sich zurzeit noch das Informationszentrum des PWS befindet. Ein Fachmann, der von Anfang an, also bereits zu Beginn der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, am Bauvorhaben beteiligt war und jetzt als Rentner Führungen betreut, hält einen interessanten Kurzvortrag zum Baugeschehen bis zur offiziellen Inbetriebnahme am 26. Oktober 2004. Dann werden Schutzhelme ausgegeben und ein Kleinbus bringt uns hinauf zum Werksgelände an der neuen Umgehungsstraße nach Scheibe-Alsbach. Leider ist die Landschaft in dichten Nebel gehüllt. Die Zufahrt zur Staumauer des Unterbeckens erfolgt unterirdisch über die Hauptzufahrt der Kaverne. Die Dammkrone ist nur auf diesem Wege zu erreichen und sonst öffentlich nicht zugänglich. Im Nebel kann man nur ahnen, wie gewaltig dieses Bauwerk ist. Lediglich ein kurzer Blick ins Tal in Richtung Goldisthal ist möglich. Der Bus fährt uns wieder zurück in den Berg und dort geht es abwärts zur Kaverne, in der sich die vier Turbinen für die Stromerzeugung in einer über 40 m hohen großen Halle befinden. Wir sind über 1,3 km in den Berg hineingefahren und über uns befinden sich noch etwa 300 m Schiefergebirge. Das ganze System ist fantastisch belüftet und in der großen Halle ist es angenehm warm. Eine Turbine läuft im Schongang, die anderen warten auf das auslösende Signal, innerhalb von 2 Minuten auf Volllast gefahren zu werden. Das passiert dann, wenn irgendwo in Deutschland oder Europa eine Bedarfsspitze auftritt. Mit dem Wasservorrat des Oberbeckens von 12 Millionen m³ kann man bis zu 10 Stunden Strom erzeugen und eine Stadt wie Leipzig oder ganz Thüringen mit Strom versorgen. In abnahmeschwachen Zeiten wird mit Billigstrom anderer Erzeuger das Wasser aus dem Unterbecken wieder hoch in das Oberbecken auf dem Berg gepumpt. Wir sind beeindruckt von diesem gigantischen Unternehmen, welches bereits zu DDR-Zeiten in doppelter Größe geplant und begonnen war und nun vom schwedischen Konzern Vattenfall vollendet wurde und betrieben wird. Unser anschließender Abstecher zum Oberbecken endet im dichten Nebel. Wir versuchen eine Aussichtsplattform zu erreichen, finden aber den Aufstieg leider nicht. So gab es zumindest ein paar Schritte zu Fuß, um den Namen Wandertag zu rechtfertigen. Die Heimfahrt, die wir an der Talsperre Leibis nochmals unterbrechen wollten, geht wieder durch den Nebel. In Sitzendorf verabschieden sich die Weimarer und wir erreichen den Parkplatz beim Gothaer Burger King wieder unbeschadet zum Auto- und Besatzungswechsel. Das war ein Tag, der sich wohl für immer in unser Gedächtnis einprägen wird.
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