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Georgenthal - Hirzberg - Herrenhof

Wandertag
Dienstag, 25. Oktober 2016
Treffpunkt
Gotha, Hauptbahnhof
Treffzeit
um 09:35 Uhr
Abfahrt
um 09:45 Uhr
Fahrstrecke Hinfahrt
Gotha - Georgenthal (Bus/VMT-Gruppenticket)
Wanderroute
Georgenthal Bhf - Flößgraben - Bahntrasse Georgenthal-Friedrichroda - Höhenweg - Wiesenweg entlang der Bahnlinie - Herrenhof (Zur Aue)
Länge
9 km
Fahrstrecke Rückfahrt
Herrenhof - Gotha (Bus)
Ankunft
um 15:00 Uhr
Mitgewandert
Jürgen Grimm | Walter Klein | Dr. Jürgen Brendel | Roland Sauer | Herwig Lendl | Gerhard Treger | Bernd Creutzburg | Rudolf Fichtmüller | Manfred Bätz | Peter Oertel | Waldemar Ortlepp | Winfried Kleeberg
Mittagessen
"Zur Aue" Herrenhof
Wetter
Frühdunst, später bewölkt und Sonne, Regentropfen, um 12°C
Bericht
Winfried Kleeberg

Bis 1947 gab es eine direkte Eisenbahnverbindung von Friedrichroda nach Georgenthal, die "Waldsaumbahn". Sie wurde am 28. Mai 1848 als Stichbahn der Thüringer Bahn von Frottstädt nach Waltershausen eröffnet und dann 1876 bis nach Reinhardsbrunn weitergeführt. Ehemalige Gebäude des Sackbahnhofs sind dort noch vorhanden. Nach dem Durchbruch des Reinharsberges mit einem Tunnel wurde sie 1876 bis Friedrichroda verlängert. Am 1. November 1896 war der letzte Streckenteil bis Georgenthal am Nordrand des Thüringer Waldes von Friedrichroda zur Ohrabahn nach Georgenthal fertig und wurde eröffnet. Am 2. November 1947 wurde dieser Teil als Reparationsleistung für die Sowjetunion wieder stillgelegt und abgebaut. Diese Strecke ist somit die älteste Nebenbahn in Thüringen. Wir wollen sie bis zur Kammhöhe des nach Norden langestreckten Hirzberges auf unserer Wanderung begehen. Unsere Tour beginnt am Georgenthaler Hauptbahnhof, der einst ein wichtiger Kreuzungspunkt Thüringer Bahnstrecken war. Auf GoogleEarth wird ein Weg mit dünnen Linien gekennzeichnet, der sicherlich auf alten Meßtischblättern basiert. Wir verpassen den Einstieg in den Wald, verlaufen uns etwas und erreichen, wieder zurück, über eine Holzbrücke den romantischen Waldweg entlang des Flößgrabens. Die Hirzbergsiedlung wird durchquert und dort gelangen wir auch auf die genannte Bahntrasse, der man heutzutage auf einem asphaltierten Rad- und Wanderweg bis Friedrichroda folgen kann. Das wird eine der nächsten Touren werden. Auf der Höhe des Berges biegen wir rechts auf einen schnurgeraden Forstweg ab, den von uns bisher keiner kannte. Leider enden die Kartenlinien der Wege rechts ab in Richtung Herrenhof alle am Feldrand und die kilometerlangen Ackerflächen sind unpassierbar. Damit ist ein Umweg notwendig, der erst in der Nähe des Kranichmoors wieder nach Süden abbiegt. So werden aus den ursprünglich geplanten 5 km Wegstrecke fast 9 km und die ältesten Wanderer kommen ganz schön geschafft am Gasthaus "Zur Aue" in Herrenhof an. Endlich sitzen am reservierten langen Tisch und endlich rinnt etwas Flüssiges durch die Kehle, bevor das Schmausen beginnen kann. Nach anderhalb Stunden Rast brechen wir wieder auf, denn es beginnt nach dem teils sonnigen Wanderwetter am Vormittag etwas zu tröpfeln. Der Bus kommt auch bald und so können wir wieder einen Wandertag vermelden, der uns bisher unbekannte Einblicke in die nahe Heimat vermittelt hat. Den Nutzern unserer Internetseite, die eventuell einmal diese Wanderung vorhaben, wird empfohlen, die auf GoogleEarth verzeichneten Wegelinien nicht zu ernst zu nehmen. Die moderne Landwirtschaft hat viele von ihnen längst überackert!

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