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Trippstein - Schwarzatal - Bad Blankenburg

Wandertag
Dienstag, 24. April 2007
Treffpunkt
Gotha Hauptbahnhof
Treffzeit
um 09:15 Uhr
Abfahrt
um 09:31 Uhr
Fahrstrecke Hinfahrt
Gotha - Neudietendorf - Arnstadt - Rottenbach - Bechstedt-Trippstein (DB/Thüringenticket)
Wanderroute
Bechstedt-Trippstein Hp. - Bechstedt - Wolfstal - Trippstein - Schüssel - Schweizerhaus / Bad Blankenburg
Länge
6 km
Fahrstrecke Rückfahrt
Schweizerhaus - Bad Blankenburg (Bus) / Bad Blankenburg - Arnstadt - Neudietendorf - Gotha (DB)
Ankunft
um 16:24 Uhr
Mitgewandert
Rudolf Fichtmüller | Peter Oertel | Waldemar Ortlepp | Winfried Kleeberg | Siegfried Urban
Mittagessen
Landgasthof "Schweizerhaus"
Wetter
Nach etwas Regen in der Nacht Frühdunst und trübe, ab Mittag blauer Himmel, Sonne, mäßige Fernsicht, 15-20"C
Bericht
Winfried Kleeberg

Die heutige Wanderung soll wieder einmal zum Trippstein bei Schwarzburg im Schwarzatal gehen. Wir lösen das bekannte Thüringenticket für fünf Personen, nicht damit rechnend, dass unser Wanderfreund Siegfried P. noch kurz vor der Zugabfahrt am Bahnsteig auftaucht. Er wollte uns aber nur einen guten Wandertag wünschen, bevor er auf die für heute geplante Trainingstour über den Kranberg zur Vorbereitung auf den Rennsteiglauf geht. So fahren wir also mit seinen guten Wünschen über Neudietendorf, Arnstadt und Rottenbach bis zum Haltepunkt Bechstedt-Trippstein. Es liegt noch allerhand Feuchtigkeit in der Luft. In der Nacht vorher hatte es endlich etwas geregnet. So ist der Staub aus der Luft, aber für das Wachstum auf den Feldern war es viel zu wenig. Am 2. Mai 2000 waren die Wanderfreunde Winfried K., Gustl N. und Gunther S. das letzte Mal auf dem Trippstein. Anfang Mai 2000 war genauso schönes Frühlingswetter wie heute. Damals sind wir rechts der Eisenbahnstrecke zur Fasanerie hinauf gewandert. Es gab auf dem Kalkboden Unmengen von Weinbergschnecken, die wir, in Reih und Glied gesetzt, fotografiert haben. Der Weg durch das Gelände war seinerzeit recht beschwerlich, so dass wir heute den Aufstieg von Bechstedt aus über das Wolfstal wählen. Die Schwarzatalbahn müsste oben an der Brücke über den Geländeeinschnitt halten. Dann wäre der Aufstieg zum Trippstein doch noch etwas bequemer für die älteren Herren. Nach knapp 2 km Wegstrecke erreichen wir schon den Trippstein, ruhen uns dort aus und genießen den unvergleichlichen Blick über Schwarzburg und das obere Schwarzatal. Schade, dass die aufsteigenden Nebel den sonst weiten Blick bis zum Kamm des Schiefergebirges nur im Dunst erscheinen lassen. Wir polemisieren über den Sinn und Unsinn des Hitlervorhabens, das Schwarzburger Schloss zum „Reichsgästehaus“ umbauen zu wollen. Der Krieg hat die Vollendung verhindert und nun ist es seit dieser Zeit eine Ruine. Nach ausgiebiger Rast geht es bergab in Richtung unteres Schwarzatal. Vorbei an der „Schüssel“ und immer wieder mit Ausblicken auf die gegenüberliegende Talseite erreichen wir bald den steilen Abstieg zum "Schweizerhaus". Der Januarsturm Kyrill hat auch hier oben ganze Fichtenwälder umgelegt. Es wird noch eine ganze Zeit dauern, bis man alle Stämme beseitig hat und wieder neu aufforsten kann. Am 9. Juli 2002 waren wir das letzte Mal mit unserem 2004 leider verstorbenen Gunther-Hagen Schöler im Schwarzatal unterwegs und zu Gast im Landgasthof „Schweizerhaus“. Damals war ein heißer Sommertag und wir waren froh, dass wir auf dem schattigen Weg entlang der Schwarza wandern konnten. Heute haben wir in der Gaststube im Obergeschoss Platz genommen. Diejenigen, die das beliebte Rostbrätl gewählt hatten, wurden vom zähen Fleisch enttäuscht. Sonst war das Essen annehmbar, wenn auch die Preise relativ hoch sind. Zum Kaffee wollten wir in Bad Blankenburg sein, aber dort gab es kein Möglichkeit in der Nähe des Bahnhofs. Also warten wir auf den nächsten Zug und kommen wohlbehalten 16:24 Uhr wieder in Gotha an.

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