19. April 2011 >>> Straußfurt – Unstrut – Vehra <<<
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Unsere Empfehlung:

Treffpunkt:
Hauptbahnhof Gotha um 9.15 Uhr
Abfahrt:
9.32 Uhr
Fahrstrecke Hinfahrt:
Gotha – Erfurt – Straußfurt (DB/Thüringenticket)
Wanderwege:
Straußfurt – linkes Unstrutufer – Fußgängerbrücke bei Wundersleben – Gänsesiel – Gramme-Radweg – Vehra – Straußfurt
Länge:
12 km
Fahrstrecke Rückfahrt:
Straußfurt - Erfurt - Gotha (DB)
Ankunft in Gotha:
16.24 Uhr
Mittagessen:
Fischrestaurant „Am Staudamm“, Vehra
Teilnehmer:
Winfried Kleeberg / Waldemar Ortlepp / Peter Oertel / Manfred Bätz / Siegfried Poth / Rudolf Fichtmüller / Bernd Creutzburg / Gerhard Treger / Herwig Lendl / Roland Sauer
Wetter:
Der erste sehr warme Frühlingstag mit blauem Himmel und Sonne, bis 25° C
Bericht:
Winfried Kleeberg

Bildrechte by Herwig Lendl und Manfred Bätz

Zu unserer Unstrutreihe kommen heute weitere 6 km Flußlauf dazu. Startpunkt ist der Bahnhof in Straußfurt. Vorbei an der evangelischen Kirche „St. Petri“, 1616-1620 durch Umbau einer älteren Kirche entstanden erreichen wir nach einigen Irrwegen, die in Richtung Unstrut alle in Industriegebieten und Sackgassen an Zäunen enden, nach einem der für uns üblichen Querfeldeinmärsche endlich das linke Ufer der Unstrut. Dort geht es entlang des Hochwasserschutzdammes auf einem weichen Rasenweg flußabwärts. Hier mündet auch die Gramme, ein 30 Kilometer langer Nebenfluss, der am Südhang des Ettersberges seine Quelle hat, in die Unstrut. Wir kennen ja den Ursprung des kleinen, aber wasserreichen Flüsschens von unserer Wanderung entlang der Talsperre Hopfgarten. Vor der Unstrut-Regulierung lag die Mündung der Gramme südlich von Wundersleben, wo sie die noch heute als Gebäudekomplex existierende Wassermühle antrieb. Bei Wundersleben überqueren wir die Unstrut auf der einzigen Brücke (Fußgänger) zwischen Straußfurt und Schallenburg bei Sömmerda, lauschen dem Vogelgezwitscher am „Gänsesil“, einem Restbiotop im ursprünglichen Unstrutverlauf und wandern auf einem Feldweg in Richtung Vehra. Auch die Gramme kann man auf dem Weg nach Werningshausen nur auf einer einzigen Brücke überqueren. Die Bäume stehen in voller Blüte und auch der Raps entfaltet sein erstes Gelb. 1080 fand auf den Wiesen zwischen Straußfurt, Vehra und Henschleben eine Schlacht zwischen den Truppen von Kaiser Heinrich IV. und dem Gegenkaiser Rudolf von Rheinfelden statt, die letzterer verlor. Seitdem heißt diese Gegend „Mordäcker“. Pünktlich erreichen wir nach 10 km Wegstrecke das Fischrestaurant „Am Staudamm“. Die bestellte Tafel, an der alle Wanderfreunde Platz finden ist bereits liebevoll eingedeckt. Köstliche Maischolle und natürlich auch andere fangfrische Fischgerichte sind für uns im Angebot. Der Wanderstaub wird zuerst mit einem gut gezapften Radeberger gelöscht und alle sind wieder einmal rund herum zufrieden. Als dann „singende Fischkoch“ aus Thüringen noch einige Stimmungslieder auf der „Quetschkommode“ präsentiert, ist die Begeisterung über dieses, jedem Fischessenfreund unbedingt zu empfehlende Lokal, riesengroß. Einstimmiger Beschluss: „Da kommen wir bald mal wieder!“ Das Rückhaltebecken hat zur Zeit nur wenig Wasserstand, der Weg auf dem Damm macht also wenig Sinn. Es ist also genug Platz für Wolkenbruch und Hochwasser und der Damm steht im Herbst zum „Kranichflug“ auch noch für uns dort. So wandern wir auf einem bequemen Fußweg durch die Unstrutaue zurück zum Bahnhof Straußfurt. Das war früher ein bedeutender Esienbahnknotenpunkt für die Nebenbahn nach Bad Tennstedt und den Beginn der „Pfefferminzbahn“ über Sömmerda nach Großheringen. Zum Leidwesen der Wanderer sind diese Strecken leider alle eingestellt und der große Bahnhof steht zum Verkauf. Ein wiederum wunderbarer Wandertag findet pünktlich 16:24 Uhr in Gotha seinen Abschluss.

Bildrechte by Herwig Lendl

(C) by Google Earth / Wanderroute Gerhard Treger