26. Oktober 2010 >>> Zum Kranichflug an die Unstrut bei Straußfurt <<<
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Unsere Empfehlung:

Treffpunkt:
Hauptbahnhof Gotha um 9.15 Uhr
Abfahrt:
9.32 Uhr
Fahrstrecke Hinfahrt:
Gotha – Erfurt – Ringleben-Gebesee (DB/Thüringenticket)
Wanderwege:
Ringleben-Gebesee – Geraradweg – Gebesee – Unstrut – Geramündung – Stausee Straußfurt – Straußfurt
Länge:
15 km
Fahrstrecke Rückfahrt:
Straußfurt – Erfurt – Gotha (DB)
Ankunft in Gotha:
17.24 Uhr
Mittagessen:
„La Grande Bouffe“ Straußfurt
Teilnehmer:
Winfried Kleeberg / Waldemar Ortlepp / Peter Oertel / Siegfried Poth Manfred Bätz / Rudolf Fichtmüller / Bernd Creutzburg / Gerhard Treger / Herwig Lendl / Roland Sauer
Wetter:
Durchwachsener, teils sonniger Herbsttag, trocken, gute Fernsicht, windstill, um 12° C
Bericht:
Winfried Kleeberg

Bildrechte by Herwig Lendl

Es ist jetzt die Zeit, zu der die Kraniche gen Süden fliegen. In den Niederungen um den Unstrut-Stausee bei Straußfurt kann man jedes Jahr dieses Naturschauspiel beobachten. Zehn Wanderfreunde fahren an diesem Dienstag, ohne Verpätung, obwohl bei der Bahn gestreikt wird, über Erfurt nach Ringleben-Gebesee. Dort beginnt die Wanderung auf dem Hochwasserschutzdamm entlang der kanalisierten Gera. Bis nach Gebesee führt der sehr bequem zu begehende Radweg. In Gebesee wird an ihm noch gebaut. Deshalb wählen wir den Weg durch das kleine Landstädtchen. Es gibt leider keine Beschilderung für Wanderer. Unser kartografisch geschulter Richtungssinn bringt uns nach einigen Umwegen, auf dem wir den Ort mit seinem, jetzt als Ausbildungsstätte genutztem Schloß, kennenlernen und einiger Fragerei auf den richtigen Weg. Der führt schnurgerade durch die Felder zur Straßenbrücke über die Unstrut. Zwischen Gebesee und Straußfurt ist dies die einzige Brücke über den Fluß. Auf dem Damm geht es dann auf dem linken Ufer weiter flußabwärts. Einige hundert Meter nach der Brücke sehen wir die Mündung der Gera. Dieser, aus Erfurt kommende Fluß führt viel mehr Wasser, als die Unstrut. Vorbei an Landschaftsschutzgebieten, geprägt von den früheren Mäandern der Unstrut, erreichen wir das Hochwasserschutzbecken Stausee Straußfurt. Über uns ziehen ständig die Schwärme der Kraniche in mathematisch exakten Formationsflügen nach Süden. Bis zum Mittag sind das sicher Formationen, die die Nacht in der Gegend verbracht haben. Am Nachmittag dann sehen wir die nächsten aus dem Norden ankommen, die entweder das Gebiet zu einem der nächsten Rastplätze überfliegen oder vielleicht auch zur Landung ansetzen. Das Ganze ist ein grandioses Schauspiel; unsere Erwartungen werden voll erfüllt. Nach 14 km Fußmarsch erreichen wir pünktlich 14 Uhr das Restaurant „La Grande Bouffe“ an der B4, außerhalb der Stadt gelegen. Wir hatten uns vorher telefonisch angekündigt. Für 10 Personen ist der Tisch gedeckt und auf der Speisekarte ein preiswerter „Schnitzeltag“ vermerkt. Von S bis XXXL kann man seine Portionen nach eigenem Geschmack kombinieren -- eine tolle Idee. Alles ist frisch zubereitet und der Service hervorragend. Wenn nun noch die Teller angewärmt würden, wäre alles perfekt! Unseren nächsten Bahnanschluß nach Erfurt 16:27 Uhr erreichen wir rechtzeitig. Am Bahnhof beobachten wir noch einige Kranichformationen -- ein gelungenes Schauspiel zum Abschluß des schönen Wandertages.